Katalog 2.0 – ein guter Begriff?
13. September 2007 von Anne Christensen
Die Vorstellung von Beluga auf der GBV-Verbundkonferenz in Bremen löste gestern eine spannende Debatte über das Thema Bibliothek/Katalog 2.0 aus. Eine Frage, die mich seither nicht loslässt: Ist die Bezeichnung Katalog 2.0 klug gewählt? Schließlich löst das “2.0″-Wort nicht nur bei BibliothekarInnen genervte Blicke aus und lenkt damit vom Wesentlichen ab. Es geht um darum, unsere Suchinstrumente schlauer, schöner und offener zu machen
- Schlauer durch bessere Suchtechnologien (Rechtschreibprüfungen, Stemming etc.) sowie Empfehlungsdienste
- Schöner durch attraktivere Oberflächen und Funktionalitäten, über die Literatur und LeserInnen miteinander in Kontakt kommen können
- Offener durch Schnittstellen, die den Export eigener Listen erlauben und dazu findige BenutzerInnen zum Erstellen eigener Widgets, Gadgets, Mashups und was auch immer ermutigen
Einige dieser Dinge haben mit dem Web 2.0 nichts, aber auch gar nichts zu tun. Andere hingegen schon – mit Rücksicht auf die Tatsache, dass die größte Teil der Zielgruppe einer wissenschaftlichen Bibliothek zwischen 18 und 30 Jahre alt ist und andere Formen der Recherche, Organisation und Verarbeitung von Informationen kennt als a) der gestandene Bibliothekar und b) die etablierte Wissenschaftlerin.
Ich will nicht, dass ein polarisierender Begriff einer Diskussion um schlauere, schönere und offenere Kataloge im Weg steht. Ein Schlagwort, mit dem wir und andere Bibliotheken, die sich dieser Herausforderung stellen, für unsere Aktivitäten benutzen, brauchen wir aber dennoch: “next generation catalog”, so wie im angloamerikanischen Raum? Entdeckungs-Tool, wie von Lambert Heller und Patrick Danowski einmal angedeutet? Oder sollten wir, wie Markus in den Kommentaren bemerkt, das alles einfach unter dem Oberbegriff “Bibliothek 2.0″ bzw. “Library 2.0 laufen lassen?
Tags:katalog2.0, theorie

[...] eine überladene Seite bedeuten muss, zeigen die verschiedenen Katalog 2.0 Beispiele. Auch wenn Katalog 2.0 missverständlich interpretiert werden kann, finde ich diesen Begriff doch sehr treffend, da er [...]
[...] es Infomed y d