Bibliothekarische Dienste als Widget bereitstellen
18. September 2007 von Jakob
Ein Ziel des Beluga-Projekt ist es, Informationen aus Bibliothekskatalogen dort verfügbar zu machen, wo die Nutzer sind - beispielsweise in E-Learning-Umgebungen. Einen Eindruck von diesem Prinzip bieten so genannte Web Widgets. Widgets sind kleine Bausteine, die sich in andere Webseiten oder spezielle Dienste wie iGoogle, Pageflakes, Netvibes oder Windows Vista und Apple Dashboard einbinden lassen. Nutzer können dort mit einigen Mausklicks aus verschiedenen Widgets ihre eigene Startseite oder ihren eigenen Desktop zusammenbauen.
Für Bibliotheken sind Widgets aus zweierlei hinsicht interessant: Zum einen können sie ihre Dienste in Form von Widgets zur Verfügung stellen. So bietet die British Library beispielsweise ein einfaches Widget für iGoogle an. Ein anderes Beispiel bietet Lutz Mader, der mit einem Apple Widget zur Suche in der Stadtbibliothek Hannover zeigt, dass Widgets nicht einmal nur von den Bibliotheken selber kommen müssen. Die andere Einsatzmöglichkeit besteht darin, Widgets als zusätzliche Funktionen in Kataloge einzubinden - dies ist beispielsweise das Prinzip hinter LibraryThing for Libraries. LibraryThing plant übrigens die Einbindung als in Widget in Facebook (das amerikanische Vorbild für StudiVZ) - wie gesagt: es geht darum, dahin zu gehen, wo die Nutzer bereits sind, anstatt darauf zu warten, dass sie von selber zum OPAC kommen.
Insgesamt sind bibliothekarische Dienste als Widgets noch recht rar. Welche Dienste sollten Beluga und andere Kataloge bereitstellen? Welche Seiten werden von Nutzern häufig besucht und wie können bibliothekarische Dienste dort eingebunden werden?
Tags:andere projekte, gadget, katalog2.0, widget
<p>Ich finde ja sehr schade, man bei StudiVZ keine Widgets/Gadgets/Applications/Whatevers einbauen kann (oder irre ich hier?). Ich hab bei meinem Facebook-Account schon ein bisschen mit der “Visual Bookshelf”-Application gespielt und fand das schon ganz nett. Für die Stabi habe ich mal ein Flake bei Pageflakes gebastelt. Aber vielleicht müssen wir das als Bibliotheken ja gar nicht selbst machen, sondern nur die nötige Infrastruktur bauen, damit das geneigte Publikum selbst tätig werden kann? Für Beluga könnte man ja vielleicht einen Mashup-Contest ausrufen oder so. Bräuchte man halt nur dicke Preise ;-)</p>
Leider reicht es nicht, die Infrastruktur zu bauen, sondern sie muss verfügbar gemacht und dokumentiert und beworben werden. Ein Mashup-Contest ist dafür eine Möglichkeit aber das reicht bei weitem nicht aus. Wenn Z39.50 besser dokumentiert wäre, hätte damit vielleicht nicht nur Wolfram Schneider etwas sinnvolles gebastelt. Das Traurige ist leider, dass in vielen Einrichtungen niemand ist, der die eigene Technik versteht und deshalb auch niemandem erklären kann, wie die Infrastruktur genutzt werden kann.
[...] her, dass der einsatz von widgets im bibliotheksbereich disktutiert wurde (im blog von jakob, im beluga-blog und in netbib). aber nachdem mich jakob vor einiger zeit im studivz darauf angesprochen hatte, ob [...]