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Die Zukunft von VuFind

Aktuell gibt es Ansätze, sich von der Software VuFind – auf der auch beluga basiert – ganz oder teilweise zu lösen und leichtgewichtige, SOLR- oder Elasticsearch-basierte Systeme selbst zu entwickeln. Der Grund hierfür ist u.a. das als nicht leicht anpassbar empfundene Design des Sourcecodes, der auf dem Zend2-Framework basiert. Auch die Schwierigkeiten bei dem Migration von VuFind 1.X auf 2.X – die ebenfalls mit dem Wechsel von Zend1 nach Zend2 zusammenhängen – sind Gründe. Weitere Gründe sind die mangelnde Anbindung an Content-Management-Systeme und die bisweilen geringe Geschwindigkeit des verwendeten JavaScript-Codes.

Im Rahmen des beluga-Projektes haben wir beschlossen, trotzdem weiterhin auf VuFind zu setzen. Die sehr agile und große Community, die geplante Verschlankung der Software mit der anstehenden besseren Modularisierung in VuFind 3.X und der Umstand, dass sich die Zend2-Probleme in den meisten Fällen als lösbar herausgestellt haben, sind dafür ausschlaggebend gewesen. Weiterhin ist die in VuFind nativ enthaltene Unterstützung auch kommerzieller Discovery-Indizes, die von der Community entwickelt wurden, in Open Source-Software bisher ungeschlagen.

Natürlich wünschen wir den alternativen Projekten viel Erfolg und schließen einen Umstieg auf ein anderes System in der Zukunft nicht aus. Zur Zeit ist VuFind aber die Softwarebasis unserer Wahl.

Eine interessante Diskussion zu den Problemen mit VuFind 2.X findet sich in dem Blog von TUBfind, dem VuFind-basierten Discoverysystem der TU Harburg:

https://www.tub.tuhh.de/tubfind-blog/2015/11/13/vufind-und-die-vzg/

https://www.tub.tuhh.de/tubfind-blog/2015/11/18/rezeption-zu-vufind-und-die-vzg-auf-twitter/

 

beluga 3.0 Changelog

Zukünftig wollen wir in diesem Blog auch Informationen darüber zur Verfügung stellen, was sich nach dem Release einer beluga-Verion alles ändert.

In diesem Artikel beschreiben wir die Änderungen, die in der Version 3.0 durchgeführt wurden.

10.11.15

  • Übersetzungen verbessert
  • Leercoveranzeige optimiert
  • Es werden mehr Cover angezeigt
  • Einheitssachtitel / Uniform Title wird in der Detailansicht angezeigt

2.10.15

  • Warnung hinzugefügt, dass Merklisten bei dem Schließen des Browsers gelöscht werden
  • Leere Standort-Felder in der Verfügbarkeitsanzeige mit dem Namen der jeweiligen Bibliothek gefüllt
  • BibTeX-Ausgabe repariert
  • Titelzeile der Startseite angepasst

6.7.15

  • beluga wurde für den Einsatz auf Mobil-Geräten optimiert
  • Die Standardcover für Medien, zu denen keine Coverbilder gefunden werden, wurden geändert

23.6.15

  • Zu Printmedien gehörige E-Medien werden nur noch angezeigt, wenn sie im Bestand vorhanden sind
  • Bei einer Phrasensuche nach Verfassern in der erweiterten Suche wird der eingegebene Name über eine dnb-Abfrage normalisiert
  • Jahreszahlen sind in der globalen Suche suchbar

2.6.15

  • Facette für Medientypen wurde um Unterkategorien und Hochschulschriften ergänzt
  • Anzeige von Bänden in der Detailanzeige wurde optimiert
  • Viele Detailverbesserungen in der Anzeige von Metadaten

18.5.15

  • Überprüfung auf vorhandene Printmedien, falls die Volltexte der gefundenen Artikel nicht verfügbar sind

4.5.15

  • Erweiterung der Schlagwort-Anzeige
  • Aufnahme der Zentralbibliothek Wirtschaftswissenschaften

29.4.15

  • Aufnahme der Musikwissenschaft als eigenen Standort (UHH)
  • Anzeige der Auflage in der Ergebnisliste Bücher & mehr
  • Darstellungsoptimierung der Bestandsinformationen in der Detailanzeige
  • Anzeige der PPN in der Detailanzeige
  • Diverse Verbesserungen zur Steigerung der Geschwindigkeit (Ergebnisliste Bücher & mehr)
  • Einbettung von bibliografischen Metadaten mittels COinS in der Ergebnisliste Bücher & mehr und der Detailanzeige
  • Behebung von kleineren Fehlern in der erweiterten Suche (Trunkierungen, Signaturensuche)
  • Darstellungsverbesserungen in den Facetten (Standorte der UHH)

Auf dem diesjährigen Anwendertreffen wurde unter anderem auch der Wunsch von Demian Katz thematisiert, dass sich die deutschsprachige Community mehr an den Diskussionen und Entwicklungen beteiligen möge. Die Vorbereitung zum nächsten Releasesprung auf die Version 3 wäre ein günstiger Anlass, sich mehr in die Entwicklung einzumischen. Dabei geht es nicht nur um die ein oder anderen Spezifika im deutschsprachigen Raum oder einzelner Anwender. Es zeigte sich, dass es auch Sinn macht, grundsätzliche Architekturfragen aufzuwerfen.

Günter Hipler von der Swissbib hat in seinem Vortrag dieses Thema umfassend dargestellt, aber auch andere Beiträge gingen auf Architekturfragen ein. Die Kritik an der bestehenden Lösung ist die, dass die Implementierung von VuFind auf Zend 2 allgemein als zu schwerfällig und zu komplex empfunden wird. Darunter leidet nicht nur die Performance; auch das Andocken von Erweiterungen gestaltet sich häufig als ausgesprochen aufwendig. Eine kleine Zusammenstellung von solchen und auch anderen Wünschen und Vorschlägen für die weitere Entwicklung wurde für das VuFind-Summit am 12. und 13.10. zusammgestellt und dorthin übermittelt.

beluga hat ebenfalls mit den benannten Architekturproblemen zu kämpfen. Bis dato haben wir Wege gesucht und meist auch gefunden, die Erweiterungen nicht allzu aufwendig zu gestalten – um den Preis der ein oder anderen weniger schönen Implentierung. Für den nächsten Entwicklungsschritt bis zum Frühjahr 2016 ist geplant, diese Unschönheiten glatt zu ziehen und die Erweiterungen in eine tragfähige Gesamtarchitektur übertragen, die auch in der Zukunft ein Code-Austausch mit der Community ermöglicht. Dabei werden wir auch versuchen, voraussichtliche Planungen für die 3-er Release bereits vorab zu berücksichtigen.

Darüber hinaus gibt es ein paar Themen, die wir als Schwerpunkte bearbeiten werden und – falls erwünscht – auch an die Community weitergeben wollen. Das sind u.a.:

  • eine weitgehende Konfigurierbarkeit des Systems
  • die Portallösung für mehrere Bibliotheken
  • die Einbindung der einzelnen Fachbibliotheken
  • erweiterte Facettenfeatures

Siehe dazu auch den Beitrag von Oliver Goldschmidt: http://swop.bsz-bw.de/volltexte/2015/1245/.

 

 

Auf dem diesjährigen VuFind-Anwendertreffen wird die Strategie der SUB zur Einstellung und Justierung der Relevanzsortierung bei beluga vorgestellt. Hier ist die zugehörige Beschreibung dieser Strategie als pdf-Datei herunterzuladen: Relevanzsortierung.pdf

Sie zeigt exemplarisch den Weg zur Ermittlung der maßgeblichen Parameter und beinhaltet zusätzlich Erläuterungen zu den technischen Grundlagen der Relevanzsortierung. Die Vortragsfolien sind hier zu finden: http://swop.bsz-bw.de/volltexte/2015/1247/.

Zur Ergänzung hier noch die Vortragsfolien der internen Fortbildung zum Thema Relevanzsortierung und Retrievaleffektivität von Known-Item-Suchen am 14.10.2015: Vortrag_ImkeRulik und Vortrag_HajoSeng.

Seit heute ist eine Bachelorarbeit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) online verfügbar, die in Kooperation mit dem beluga-Projekt entstanden ist.

Die Autorin Frau Imke Rulik untersucht anhand von realen Suchanfragen in beluga, in wie weit Known Item-Suchen (bei denen der Nutzer/die Nutzerin ein ihm/ihr bekanntes Werk sucht) von thematischen Recherchen unterschieden werden können und entwirft einen einfachen Algorithmus zur Differenzierung der beiden Fälle. Der Algorithmus kann von einem Retrievalsystem wie beluga verwendet werden, um für die vorkommenden Suchanfragentypen unterschiedliche Relevanzrankings einzusetzen. Die individuellen Rankings können bei dem jeweiligen Suchanfragentyp bessere Ergebnisse erzielen, als ein einheitliches Ranking für alle Anfragetypen. So könnte z.B. bei einer Known Item-Suche die Sacherschließungsinformationen niedrig gewichtet werden, bei einer thematischen Suche dagegen hoch.

Die Arbeit zeigt, das durch eine solche Differenzierung bei voraussichtlich 30% aller Known Item-Suchen eine Verbesserung des Rankings zu erwarten ist.

Die Arbeit ist als Open Access-Dokument auf dem Abschlussarbeitenserver der HAW zugänglich:

http://edoc.sub.uni-hamburg.de/haw/volltexte/2015/3023/

beluga begrüßt die ZBW

Ab heute sind die Bestände der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) in beluga recherchierbar. Die ZBW ist mit mehr als vier Millionen Medieneinheiten und mehr als 30.000 Zeitschriften die weltweit größte Spezialbibliothek für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und eine der wichtigsten Bibliotheken für die überregionale Literaturversorgung (nicht nur) in Deutschland.

Durch die Einbindung der Bestände in beluga entsteht für Nutzerinnen und Nutzer in Hamburg ein sehr großer Gewinn, da knapp drei Millionen Datensätze, die bisher in beluga noch nicht recherchierbar waren, jetzt zu finden und zu nutzen sind.

Wir freuen uns sehr – herzlich willkommen!

Im ZBW Media Talk-Blog ist ein Interview zum Thema beluga 3.0 erschienen. Wir freuen uns sehr über die Veröffentlichung und bedanken uns!

Die Usability-Studien zu beluga sind ab sofort auf dem Open Access-Repository der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg downloadbar:

Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten für die tolle Arbeit!

beluga 3.0

Seit heute ist beluga in der Version 3.0 online. In diese Version sind zahlreiche Verbesserungen, Optimierungen und Erweiterungen eingeflossen, die wir in den letzten Monaten durchgeführt haben. Hier die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • Millionen elektronisch direkt verfügbarer Aufsätze: In beluga 3.0 ist der Primo Central-Index eingebunden, der die Recherche von mehreren hundert Millionen wissenschaftlichen Aufsätzen ermöglicht. Dabei werden aktuell nur solche Aufsätze angezeigt, die an mindestens einer der beluga-Bibliotheken verfügbar sind. Über den Linkresolver SFX kann man dann mit wenigen Klicks zu dem Aufsatz gelangen.
  • Usability-Optimierungen: In beluga sind zahlreiche Usability-Optimierungen eingeflossen, die von der Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften empfohlen wurden.
  • Auswahl individueller Bibliotheken: Nutzer können jetzt einfacher die Recherche auf eine einzelne Bibliothek einschränken oder auf eine andere Bibliothek oder die Gesamtsuche umschalten. Dabei werden jeweils wichtige Informationen über die ausgewählte Bibliothek (Öffnungszeiten, Kontakt, Link zu der Homepage) präsentiert.
  • Neues Design: beluga verfügt über ein moderneres Design, das aber auf dem gewohnten Design von beluga 2.0 basiert.
  • Mein beluga: Insbesondere der Bereich „Mein beluga“ wurde stark überarbeitet, so dass die Verwaltung von Literaturlisten einfacher möglich ist.
  • VuFind 2.3: Und ganz technisch betrachtet: beluga verwendet jetzt die aktuelle Version 2.3 von VuFind als Basis.

Nutzer können sich natürlich mit ihrem bestehenden beluga 2.0-Konto auch bei der aktuellen Version von beluga anmelden und haben weiterhin Zugriff auf ihre gespeicherten Literaturlisten.

Natürlich werden wir auch weiterhin stark an beluga arbeiten, aber mit der heute veröffentlichten Version ist ein wichtiger inhaltlicher Meilenstein umgesetzt worden.

Wir wünschen allen NutzerInnen und FreundInnen von beluga viel Spaß mit der neuen Version!

beluga: Usability-Studie

Für beluga wurde in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) im Rahmen eines Projektseminars eine Studie zum Thema „Usability“ durchgeführt. Diese Studie ist für das Projekt von großer Bedeutung, da damit die Tradition der nutzerpartizipativen Entwicklung fortgesetzt wird.

Der erste Teil der Studie beschäftigte sich mit der Frage, wie weit das bestehende System dem Aspekt der Nutzerfreundlichkeit entspricht. Die Nutzerfreundlichkeit wurde durch zwei Methoden evaluiert: Der erste Schritt bestand aus einer heuristischen Evaluation, bei der ein Katalog von 94 anerkannten Usability-Prinzipien getestet wurde. Die in dem Katalog verwendeten Kriterien sind speziell auf die Nutzerfreundlichkeit von Suchmaschinen ausgelegt.

Zum Testen wurden mehrere Gruppen von Studierenden des Projektseminars gebildet, die unabhängig voneinander die Kriterien prüfen sollten. Auf diese Weise wurden in einer Art von Prototyping-Verfahren schnell mögliche Schwächen gefunden, auf die dann in einer anschließenden Evaluation besonderes Augenmerk gelegt werden konnte.

In dem nächsten Schritt wurden dann zwölf Testpersonen (Studierende aus natur- und geisteswissenschaftlichen Studiengängen) unter Anleitung (7 Aufgaben) zur Arbeit mit beluga aufgefordert. Zum Einsatz kam dabei unter anderem eine Think-Aloud-Methode, bei der die Nutzer während der Arbeit mit beluga ihre Gedanken äußern konnten. Weiterhin wurden die Nutzer gebeten, die für sie wichtigen Teile von beluga auf Screenshots zu markieren. Außerdem wurden die Mausbewegungen und Reaktionen der Nutzer während des Tests aufgezeichnet, um so mögliche Hindernisse während ihrer Arbeit zu finden.

Die Empfehlungen dieses Teils der Studie werden zurzeit auf ihre technische Umsetzbarkeit geprüft und werden in Kürze schrittweise in das Lifesystem eingearbeitet.

Der zweite Teil der Studie beschäftigte sich mit der Frage nach der optimalen und nutzerfreundlichen Integration des Primo Central Index in beluga – also der Frage, wie die Treffer aus den lokalen Beständen und die Treffer aus dem Primo Central-Discoveryindex am besten dargestellt werden können. Hierfür wurden mit einer speziellen Software drei Mockups erstellt, die jeweils eine mögliche Integration darstellten: Dabei kamen die bekannte Ein-Listen-Lösung zum Einsatz so wie die Reiterlösung und eine Paralleldarstellung der Listen. Interessanterweise wurden alle drei Varianten von den zehn befragten Nutzern als ähnlich gut bewertet, so dass bei der Wahl der zukünftig zum Einsatz kommenden Methode – der Reiterlösung – hauptsächlich technische Kriterien den Ausschlag gaben. Die Reiterlösung wurde von den befragten Personen tatsächlich leicht favorisiert (4:3:3), wobei aber deutlich wurde, dass die Reiter durch ein ansprechendes Webdesign deutlich gemacht werden müssen, um nicht übersehen zu werden.

Die Studien sollen perspektivisch online gestellt werden, was wir natürlich in diesem Blog erwähnen werden. Weitere Informationen zu den Studien und der geplanten Integration von Primo Central in beluga gibt es dann auf dem Bibliothekartag 2014 in dem Vortrag „beluga und Discovery“.

Ganz herzlicher Dank geht an Frau Prof. Ursula Schulz, so wie an die Studierenden des Projektseminars (alphabetisch): Anna-Lena Flügel, Stefan Funk-Haas, Christina Gieseler, Nils Goßmann, Florian Hagen, Simon Karger, Claudia Martens, Rebecca Mehl, Eva-Lotte Rother, Imke Rulik und Mara Schulze.

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